Das Museum Pfalzgalerie besitzt mit der ungegenständlichen Wandmalerei von Annegret Hoch ein Kunstwerk, das herkömmliche Bildformate verlässt und auf die räumlichen Gegebenheiten reagiert. Unterschiedlich breite Linien in kräftig leuchtenden Farben, bestehend aus Pigmenten, Acrylbinder und Kleister, sind unmittelbar auf die Wand aufgetragen und ziehen den Blick der Museumsbesucher auf sich. Horizontal versetzt, vertikal gebündelt, strukturiert, lasiert, sich überschneidend, ergeben diese Linien eine Malerei, die in vielfältiger Hinsicht mit den Arbeiten von Lars Englund, Robert Schad und Peter Vogel, die sich ebenfalls im Eingangsbereich des Museums befinden, korrespondiert. Die großzügig über Eck gemalte Arbeit setzt sich über die Türlaibung hinweg nach oben fort und lädt ein, über die Treppe in die beiden oberen Stockwerke zu gehen, wo sich die Dauerausstellungsräume des Museums befinden. Dank des kontinuierlichen Engagements der Volksbank Kaiserslautern ist es gelungen, dieses Projekt zu realisieren.
Die in München lebende Künstlerin Annegret Hoch wurde 1969 in Cham/Oberpfalz geboren. Sie studierte von 1993-1999 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste in München und war dort Meisterschülerin bei Prof. Jerry Zerniuk. Von ihm hat das Museum Pfalzgalerie das Gemälde „Untitled Number 173“ von 1994 mit stark farbigen Flächen in Grün, Blau und Rot in ihrem Bestand. Arbeiten von Annegret Hoch befinden sich unter anderem in der Bayerischen Staatsgemäldesammlung und der Hypo-Kulturstiftung in München. Im Jahre 2004 hat sie den Kahnweilerpreis für Malerei erhalten.