Ausstellung im Graphischen Kabinett

 23. Januar – 2. Mai 2010

„Rechteck, Kreis, Mäander – Konkrete Graphik aus eigenem Bestand“

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Durch eine umfassende Sanierung stehen seit September 2009 im ersten Obergeschoss des Museums Pfalzgalerie neue Räume für Wechselausstellungen mit graphischer Kunst zur Verfügung. Nach dem großen Erfolg der Eröffnungsausstellungen mit Graphik von Pablo Picasso und Francisco de Goya zeigt das Graphische Kabinett nun als dritte Ausstellung vom 23. Januar bis 2. Mai 2010 Konkrete Graphik aus eigenem Bestand.

Karl Georg Pfahler
Rot Blau Braun, 1970
Farbsiebdruck

Dieser Einblick in die Sammlungsbestände konkreter Graphik ist als Hommage an Carmen Herrera und als Kommentar zur Retrospektive des Werkes der amerikanischen Künstlerin gedacht. Da Herreras Arbeiten auf Papier in einem Raum des Graphischen Kabinetts präsentiert werden, lag eine direkte Gegenüberstellung mit stilistisch verwandter Graphik nahe.

Konkrete Kunst verzichtet auf die Darstellung der sichtbaren Wirklichkeit, ist also kein Abstraktionsvorgang, sondern benützt die künstlerischen Mittel ohne Assoziationen auslösen zu wollen. Damit werden Linie, Fläche und Farbe autonom, das Formale ist ohne inhaltliche Implikation auf sich selbst geworfen. Grundsätzlich gilt: Farben und Formen sind Dinge, keine Zeichen. Infolgedessen bemüht sich Konkrete Kunst hauptsächlich um die Erforschung der Bedingungen künstlerischer Grundlagen wie Form, Farbe, Fläche und Raum.

Max Bill
Variation 12, 1938
Farblithographie

Mit Arbeiten der Amerikaner Sol LeWitt, Robert Mangold und Leon Polk Smith – einem engen Freund Carmen Herreras – wird der Focus auf die New Yorker Schule der Konkretion gerichtet. Daneben werden durch Werkbeispiele von Max Bill, Aurélie Nemours, Friedrich Vordemberg-Gildewart, Karl Georg Pfahler und Marcel Wyss heute schon klassische europäische Positionen der Bewegung aufgezeigt.

 


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