Die Ausstellung zeigt die in den vergangenen vier Jahren von der Marianne und Heinrich Lenhardt-Stiftung für die Graphische Sammlung des Museums Pfalzgalerie erworbenen Arbeiten. Es handelt sich um 140 Werke von 30 Künstlern, die eine hervorragende qualitative Ergänzung und großartige Bereicherung der graphischen Bestände des Museums darstellen.
Von Heinrich Lenhardt 1994 ins Leben gerufen, verfügt die Stiftung für klassische Verfahren der Originaldruckgraphik mittlerweile über ein Grundstockvermögen von 300.000,- Euro. Die Stiftung dient der Förderung der künstlerischen Originaldruckgraphik vom Beginn des 20. Jahrhunderts an. Bevorzugt begünstigt werden lebende Künstler und begabte junge Graphiker, die in den Techniken des Holzschnitts, der Radierung und der Lithographie arbeiten. Im Rhythmus von vier bis fünf Jahren werden die Ankäufe der Stiftung in einer Ausstellung des Museums Pfalzgalerie präsentiert.
Mit Arbeiten sind folgende Künstler in der Ausstellung vertreten: Alexander Arundell, Jacques Clauzel, Massimo Danielis, Ken Denning, Joël Ducorroy, Günther Förg, Martina Geist, Werner Haypeter, Godwin Hoffmann, Gottfried Honegger, Setsuko Ikai, Erika Klos, Michael Kidner, Anton Kokl, Heinz Kreutz, Christian Kruck, Peter Lang, Andrea Malär, Thomas Meier-Castel, Henry Moore, Martin Noël, M. E. Prigge, David Rabinowitch, Rudolf Scharpf, Klaus Schmitt, Robert Schwarz, Tony Soulié, Antoni Tàpies, Rolf Urban, Jerry Zeniuk.
Neben Künstlern wie Henry Moore, die bereits zur Klassischen Moderne gezählt werden können, sind es konkrete, informelle oder avantgardistische Positionen, die sich in den Erwerbungen der Stiftung begegnen. Mit dieser Vielseitigkeit spiegelt unsere Ausstellung wichtige Facetten zeitgenössischer Druckgraphik und zeigt wesentliche Möglichkeiten der druckgraphischen Techniken heutiger Kunst.