Ausstellungseröffnung: Freitag, 30. Oktober 2009, 19 Uhr
Vom 31. Oktober bis 29. November 2009 zeigt das Museum Pfalzgalerie in Kaiserslautern Plastiken, Wandarbeiten und Installationen der Schweizer Künstlerin Susanna Niederer. Sie erforscht verborgene Gemeinsamkeiten von Sprache, Musik und Bildender Kunst. Ein verbindendes Element findet sie in der Auseinandersetzung mit dem Zwischenraum, der Leere, dem Nichts. Der konsequenten Beschäftigung mit dieser Leere liegt die Erkenntnis von der Begrenztheit menschlicher Vorstellungskraft zugrunde. Ein anschauliches bildnerisches Zeichen dafür sieht Niederer in der Ellipse, die im Mittelpunkt ihres künstlerischen Arbeitens steht. Sie verwendet die bipolare geometrische Form mit dem Ziel, Ambivalenzen bewusst zu machen. Die Ellipse trägt Sein und Nicht-Sein in sich und damit auch Aspekte der Stille, des Innehaltens, des Betrachtens, des Meditierens. In diesem Kontext ist der Ausstellungstitel „Gap the Mind“ zu verstehen, eine Redewendung, die einem Gedicht der in Basel lebenden britischen Dichterin Anne Blonstein entnommen ist und soviel bedeutet wie „lass den Geist mal weg und schau was dann entsteht“.
Die Künstlerin präsentiert überwiegend neue Arbeiten; außerdem die 2007 entstandene Bronzearbeit „12 Glocken“ aus dem Bestand der Pfalzgalerie. Jedes Paar der an Metallfäden aufgehängten Glocken bringt beim Anschlagen gegeneinander einen spezifischen individuellen Ton hervor. Auch das „Dazwischen“, d. h. der Klang zwischen zwei Tönen, spielt eine bedeutende Rolle für die Künstlerin.
1958 in Basel geboren, studierte Susanna Niederer von 1978-1983 Romanistik und Kunstgeschichte. Nach einem Studienaufenthalt in Mexiko, ging sie Anfang der 1980er Jahre nach Paris. Hier realisierte sie erste Malereien mit Ellipsen. Von 1982-1985 war Niederer als Regieassistentin an mehreren Filmen über zeitgenössische Kunst für die Télevision Suisse Romande beteiligt und arbeitet seit 1984 als Lektorin für verschiedene Verlage. Mehrere Studienaufenthalte führten sie unter anderem nach, Hamburg, London, New York, Wien und in verschiedene asiatische Länder. Susanna Niederer lebt heute in Zürich.
In zahlreichen Ausstellungen wurden Susanna Niederers Arbeiten vorgestellt. Ihre Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland, unter anderem im Museum Pfalzgalerie, Kaiserslautern, im Museum Wiesbaden, in den Sammlungen der Stadt Basel und des Kanton Basel Landschaft, in der Sammlung Hoffmann La Roche, Basel, im Toyota Municipal Museum of Art, Toyota City, Japan und der Yale University Art Gallery, Yale, USA.
Ausstellungseröffnung: Freitag, 30. Oktober 2009, um 19 Uhr.
Es sprechen: Dr. Britta E. Buhlmann, Direktorin des Museums Pfalzgalerie und Sebastian Fath, Galerie Sebastian Fath Contemporary, Mannheim.
Wir danken der Bildhauerei Lorenz, Otterberg, für Materialunterstützung und Peter Metternich, Köln, für die kulinarische Verfeinerung der Vernissage. Parallel zeigt die Galerie Sebastian Fath Contemporary in Mannheim vom 22. Oktober bis 21. November 2009 Arbeiten von Susanna Niederer in der Ausstellung Ronnie Hughes / Susanna Niederer.